Fräsen und Einmischen des Bodenmaterials |
||||
| Nach dem die Quecke vollständig
ausgefault ist, wird das aufgetragene Bodenmaterial in mehreren Schritten
fein zerkrümelt und schließlich tief eingearbeitet. Die
Bearbeitung der zu sanierenden Flächen im Anschluß an die
Überlehmung erfolgte durch die Hoogen Bodensanierung GmbH mit
Sitz in Senftenberg. Die Durchmischung des Geschiebemergels mit den leichten Substraten der Rieselfelder auf den einzelnen Teilflächen erfolgte standortspezifisch, d.h. in Abhängigkeit von Aggregatstruktur und Bodenfeuchte. In den folgenden Arbeitsschritten wurden unterschiedliche Verfahren angewendet: Vor seiner Einarbeitung war der Geschiebemergel auf eine ca. faustgroße Aggregatstruktur" zu zerkleinern um einen möglichst hohen Sanierungserfolg zu gewährleisten. Hierbei wurden vor allem Scheibeneggen mit unterschiedlichem Durchmesser und unterschiedlichen Nachläufern, Rotorpflüge, Umkehrfräsen aus der Bodenstabilisierung, Ackerfräsen und Steinzertrümmerer und Tiefspatenfräsen eingesetzt. Die Bearbeitung erfolgte stets möglichst nahe an die spärlich entwickelten Einzelbäume oder Baumgruppen heran. Durch den Einsatz von schweren Bodenmeißeln wurde der Boden insgesamt gelockert und Fremdkörper angeschlagen". Auf die witterungsbedingt unterschiedlichen Bodenverhältnisse konnte mit unterschiedlicher, angepaßter Technik reagiert werden. Die Einarbeitung des zerkleinerten Geschiebemergels erfolgte mittels Spezialfräsen -in Abhängigkeit von der Dicke des aufgetragenen Bodenmaterials- auf eine Tiefe von bis zu 100 cm. Die Anpassung der Fräsen an die jeweiligen Verhältnisse vor Ort erfolgte überwiegend durch die Rotordrehzahl, die Werkzeugform oder den Wellendurchmesser an der Fräse. Um sowohl Arbeitsstiefen, als auch Mischungsgrad als wichtigste Qualitätskriterien gewährleisten zu können, wurden die Flächen mehrfach überfahren. Es wurden für den abschliessenden Arbeitsschritt ausschließlich Fräsen eingesetzt, die mit relativ langsam laufenden Werkzeugen in Fahrrichtung arbeiteten. Fertiggestellte Flächen wurden nicht mehr überfahren, so dass Frässohlen und Verdichtungen im Unterboden ausgeschlossen werden konnten. |
|
| Zur Überprüfung der Arbeitsqualität
wurden großflächig Schürfe angelegt, die im Rahmen
der wissenschaftlichen Begleitung sorgfältig ausgewertet wurden.
Die gewonnenen Ergebnisse wurden interpretiert und in die Bearbeitung
der folgenden Flächen einbezogen, um Effektivität und Qualität
der durchgeführten Maßnahmen kontinuierlich zu steigern. Dabei wird auf eine gute und vollstände Zerkleinerung der Lehmklumpen geachtet, da nur so der bindungsfähige Boden an die Schwermetalle herangebracht wird. Die Frästiefe beträgt etwa 80 bis 90 cm. Dabei ist das angestrebte Mischungsverhältnis zwischen Rieselfeldboden und Bodenmaterial 1:1. Nach dem Fräsen werden Pflanzen zur schnellen Bodenbedeckung eingesät, die auch den frei werdenden Stickstoff oberirdisch binden sollen. Durch die starke Bodendurchlüftung kommt es zu einem Mineralisierungsschub, bei dem insbesondere große Stickstoffvorräte im Boden mobilisiert werden. Zeitgleich werden auf einigen Flächen Baumsaaten ausgesät oder auch Pflanzungen mit Stecklingen angelegt. Dabei erfolgen alle Arbeiten nach dem Fräsen ohne den Einsatz schwerer Maschinen, um schädliche Bodenverdichtungen zu vermeiden. |
|